dottergelb

Geben und Nehmen

In Achtsamkeit, Dankbarkeit, Entschleunigung, Gedanken, Inspiration, Potenzial on Juni 8, 2012 at 11:11 am

Auf unserer Reise in Richtung Entschleunigung kommen wir immer mehr mit Menschen in Kontakt, die ihrerseits genau dieses Thema anspricht, für die dieses Thema aktuell und wichtig ist, und die ihrerseits uns wiederum wertvolle Impulse geben. Es ist immer ein Geben und Nehmen, das ist der Kreislauf, der uns alle trägt. Wenn man aus freien Stücken und vor allem gerne gibt, bieten sich auf wunderbare Art und Weise Gelegenheiten, selbst nehmen und auch wirklich annehmen zu dürfen. Das sind meist unerwartete Geschenke in Form von Begegnungen mit Menschen, die uns genau in diesem Augenblick etwas für uns Wertvolles geben, oder Situationen, in denen sich plötzlich mit Leichtigkeit Türen für uns auftun, die uns bislang verschlossen waren oder deren Existenz uns bis zu genau diesem Augenblick nicht (einmal) bewusst war. Genau diese Zeichen wahrzunehmen, das ist die Kunst, genau in diesem Augenblick bewusst zu sein und genau in diesem Augenblick zu leben. Da sind wir wieder bei der Achtsamkeit, wie immer, wenn es darum geht, sich im Moment zu verankern und zu spüren.

Was hindert uns oft daran, bewusst im Hier und Jetzt zu sein? Ja, der Alltagstrubel, all die täglichen Verpflichtungen, die Umwelt, die Gesellschaft, … Immer die anderen? Ja, die zeitweise natürlich auch. Aber größtenteils sind es vor allem unsere eigenen Gedanken, die uns nicht zur Ruhe kommen lassen, in deren Dickicht wir uns verstricken und dadurch im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr klar denken können. Dementsprechend sind wir nicht mehr im Augenblick bewusst und können auch nicht mehr bewusst SEIN.

Gedanken sind sinnlos, absolut sinnlos, weil sie uns an die Vergangenheit erinnern, an das, was wir früher schon gedacht haben. Was auch immer gerade passiert, wir sollten es stets frisch und neu zulassen. Doch was tun wir? Wir pressen jede Erfahrung in den gewohnten Rahmen der Gedanken, weil wir meinen, dass unser Leben dann besser funktioniert. Doch Gedanken sind ein Gefängnis. Sie hindern uns, die Welt wirklich wahrzunehmen.Jackie O’Keeffe, in: Awake. Ein Reiseführer ins Erwachen, S. 18

Oder wie es Filmemacherin und Buchautorin Catharina Roland in ihrem Buch ausdrückt: Gedanken sind letztlich abstrakt. Sie sind nicht die Sache selbst, sondern Ausdruck der Interpretation. Sie schieben sich zwischen uns und die Wirklichkeit. […] Sobald wir die Macht der Gedanken durchbrechen, werden wir lebendig. […] Wir werden durchlässig für das, was ist, und können uns in unserer inneren Fülle erleben. [ebd., S. 21-S.22]

Und genau das ist es. Wir tragen eine unermessliche Fülle an Potenzial in uns, deren wir uns selten wirklich bewusst sind. JedeR von uns ist einzigartig, in jedem/jeder von uns steckt Großartiges, das darauf  wartet, von uns entdeckt zu werden.

 

 

Wenn wir unsere eigene Größe (wieder) erleben, können wir dementsprechend mehr geben – und wiederum annehmen. Die Möglichkeiten werden größer, der Kreislauf, der uns trägt, zieht größere Kreise, und unser Leben zeigt sich dann in seiner ganzen Pracht und Schönheit.

Worauf warten wir also noch?

(erh)

 

PS.: Auf unserer Reise in Richtung Entschleunigung kommen wir natürlich auch nicht an für uns wertvollen Büchern vorbei. Im Laufe der Zeit werden wir eine Bibliothek anlegen, in der ihr gerne nach Lust und Laune schmökern könnt. Für Literaturhinweise eurerseits sind wir natürlich auch dankbar! Einfach die Blogpostings kommentieren, siehe Geben und Nehmen. Die heutige Empfehlung ist eindeutig: Catharina Roland hat nicht nur einen wunderbaren und wichtigen Film gedreht, sondern über ihre Reise in die Welt hinaus und im Endeffekt zu sich selbst auch ein Buch geschrieben: Awake. Ein Reiseführer ins Erwachen, das wir uneingeschränkt empfehlen können!

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