dottergelb

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Tomatensuppe der Achtsamkeit

In Achtsamkeit, Dankbarkeit, Entschleunigung, Gedanken, Liebe on September 14, 2012 at 9:16 am

[Das Gewürz meiner Großmutter.]

Niemand konnte ihre Gerichte kochen so wie meine Großmutter. Was sie hineingab, war ihre Aufmerksamkeit, ihre Liebe, ihre guten Wünsche und:

  • 1-2 Zwiebeln schälen, halbieren, in Ringe schneiden und in Olivenöl andünsten.
  • 4-5 cm Ingwerwurzel schälen, kleinhacken und mitdünsten. [Wer es nicht so scharf mag, kann den Ingwer auch weglassen.]
  • 1 große Süßkartoffel schälen, in 1 cm große Würfel schneiden und 10 Minuten mitdünsten.
  • 1 kg frische Tomaten in kleinen Würfeln zugeben.
  • 1 kleinen Zweig frischen Rosmarin klein hacken und auch dazugeben.

Alles aufkochen und bei niedriger Hitze ca. 15 bis 20 Minuten köcheln, bis die Kartoffel weich ist. [Alternativ für die Kartoffel kann man auch 2 Scheiben Toastbrot nehmen.]

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Beim Würzen das Herz öffnen für diese Zutaten:

  • die Liebe von Salz
  • die Frische der Zitrone
  • das Versöhnende von Korianderpulver
  • die Süße des Agavensirups (1 TL)
  • die Schärfe von Chilli oder Cayennepfeffer

Mit weitem Herzen servieren …

Guten Appetit wünscht die Enkeltochter: Brigitte Walz

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Loslassen

In Achtsamkeit, Dankbarkeit, Entschleunigung, Entwicklung, Glück, Loslassen, Potenzial, Veränderung on September 11, 2012 at 7:13 am

Mit vollen Händen kann man nichts Neues greifen. Klingt logisch, ist aber in der Praxis sehr oft mit Schmerz und Angst verbunden und wird dementsprechend natürlich nicht mit Leichtigkeit gelebt. Wenn man sich an etwas oder an jemanden geradezu klammert, kann einem das (trügerische) Sicherheit geben. Glücklich wird man dadurch unter Garantie nicht. Manches Mal wird einem aber auch mit einem Schlag etwas oder jemand „genommen“, was wiederum natürlich jemanden, der auf (trügerische) Sicherheit baut, gleichsam den Boden unter den Füßen wegreisst. – Und doch …

 

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Dieter Broers, Biophysiker und dem Geheimnis des Lebens im wahrsten Sinne des Wortes auf der Spur, führt in seinen Büchern sehr eindringlich vor Augen, dass oftmals ein Schockerlebnis Menschen wachrütteln kann. Wer kennt das nicht? Wie oft werden Zeichen der Zeit ignoriert bzw. verdrängt? Wie oft denkt man sich, dass ein ungutes Gefühl in Bezug worauf auch immer kein Anlass dafür sein kann, etwas in genau diesem Bereich vielleicht wirklich genauer unter die Lupe nehmen zu müssen?

Wenn etwas nicht mehr stimmig ist, erhalten wir Zeichen – wir spüren das ganz einfach. Das kann ein unklares Unwohlsein mit sich bringen, das kann klare Ablehnung einer Person oder einer Kondition sein, das können körperliche Beschwerden sein, das können Umstände sein, die das Zustandekommen eines Projekts, einer Begegnung oder was auch immer „zufällig“ verhindern. Das alles sind Zeichen dafür, dass etwas in diesem Moment unter diesen Bedingungen nicht stimmig ist. Und diese Zeichen sollte man nie ignorieren oder einfach beiseite wischen. Auch das ist Bewusstsein, das es zu schulen und zu beachten gilt und das uns letzten Endes das Leben wirklich erleichtern kann.

Warum werden wir durch Schockerlebnisse wachgerüttelt? Wenn alles rund um einen herum zusammenbricht, wird man auf der Stelle mit dem freien Fall ins Bodenlose konfrontiert. Die im wahrsten Sinne des Wortes selbstgezimmerte Realität geht in Bruch, man greift ins Leere und findet nirgendwo Halt. Emotionen wie Verlustangst, Lebensangst, große Trauer, Fassungslosigkeit und Co. schlagen buchstäblich ihre Wellen über unserem Kopf zusammen. Man droht ganz einfach unterzugehen.

Was gibt einem genau in diesem Moment Halt?

Wenn alle Stricke reißen, findet man Halt in sich selbst. Da ist etwas, das in uns lebt und uns Rückhalt gibt. Da ist etwas, das uns trägt und beschützt. Da ist etwas, das größer ist als wir selbst, das weiser und gütiger ist. Etwas, das nicht vergeht, weil es nicht vernichtet werden kann. Was ist das? Das ist unsere Seelenenergie, unser Anteil am Ganzen, unser Anteil am Universum, den wir immer in uns tragen und der uns trägt und beschützt. Wir tragen alles in uns – wie oben so unten. Und genau aus diesem Grund sind wir auch mit allen und mit allem verbunden. So einfach ist das. Und so gewaltig im Grunde, so überaus groß und erhaben. Und so simpel, wie Wahrheit nun mal ist. Es ist. Und es ist gut so.

 

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Dieses Wissen samt dazu gehörigem Gefühl gibt uns Halt und schenkt uns unser Grundvertrauen. Dieses Wissen samt dazu gehörigem Gefühl macht uns demütig und dankbar zugleich. Uns kann nichts passieren. Es ist für alles gesorgt. Wir müssen dieses Geschenk nur dankbar annehmen und diese Dankbarkeit in allen Lebensbereichen leben. Das ist alles. Und dann geschehen Wunder, dann kann Magic (Rhonda Byrne) sich entfalten, dann wird das Leben bunt und reichhaltig. Dann erst sind wir glücklich und können selbst Glück schenken und weitergeben. Wer wünscht sich das nicht?

(erh)