dottergelb

Archive for the ‘Kreativität’ Category

Besonders und einzigartig

In Einzigartigkeit, Kreativität, Leben on Januar 14, 2013 at 10:46 pm

Die besondere und einzigartige Weise, in der du dich schöpferisch ausdrückst, hat es nie zuvor gegeben, und es wird sie auch nie wieder geben. – Shakti Gawain
 

Pic by D. Sharon Pruitt: PinkSherbet.com

 

 

 

Achtsam entschleunigen …

In Achtsamkeit, Entschleunigung, Gedanken, Glück, Inspiration, Kreativität, Potenzial on Juli 15, 2012 at 1:08 pm

„Den Puls des eigenen Herzens fühlen. Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen, das ist es … “ (Christian Morgenstern)

Achtsam entschleunigen …

Schneller, besser, höher, effektiver, leistungsfähiger, rationeller, perfekter … Kennen Sie diese „gesteigerten Adjektive“, die einem das Leben schwer machen und uns durch den Tag, durch die Woche, durch das Jahr rasen lassen?

„Eine Schnecke kann Dir mehr über den Weg erzählen als ein Hase“, lautet ein altes Sprichwort. Sind die meisten von uns nicht alle Hasen, die rasend dem Glück hinterherhecheln? Jedoch erfolglos auf der Suche nach dem wirklichen Leben …

Wie schafft man es, das wirkliche Leben zu finden und zu leben, glücklich und zufrieden zu sein und auch dem Nichtstun eine wohltuende Qualität abgewinnen zu können?

Ich habe lange gesucht und ausprobiert, bin immer wieder gescheitert und habe endlich etwas gefunden, was mir hilft, das Leben auszukosten und zu entschleunigen: Die Achtsamkeit ….

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Wenn Sie an Zeiten denken, in denen Sie rundum zufrieden sind, sich in der eigenen Mitte fühlen, Sie nichts „umhauen“ kann, werden Sie mir zustimmen, dass Seelenfrieden eine große Kraft in sich trägt. Ein Weg dorthin führt über die Fähigkeit, all den Sorgen und Grübeleien für eine Weile nicht nachzugeben, stattdessen den gegenwärtigen Augenblick voll zu erleben, achtsam zu sein auf das, was gerade ist.

Meist finden sich unsere Gedanken im Gestern oder Morgen wieder, selten in dem Augenblick, den wir zur Verfügung haben, im JETZT … Unser unruhiger Geist, auch „Affengeist“ oder „Affengeschnatter“ genannt, entführt uns ständig in das, was war, oder in das, was sein könnte und eventuell sein wird. Und was ist mit dem, was ist?

Achtsamkeit bedeutet, seine Gedanken, seinen unruhigen Affengeist als stiller Zeuge zu beobachten, die Gedanken als „spielende Kinder“ zu betrachten und sich quasi auf die Lauer zu legen, welch neue Gedanken jetzt gleich wohl auftauchen werden. Betrachten Sie nur Ihre Gedanken, ohne dass Sie sie bewerten oder an ihnen haften bleiben …

Experiment: Hätten wir die Möglichkeit unsere Gedanken wie Müll zu sortieren, würden uns drei Abfalleimer reichen: Einer mit der Aufschrift „Vergangenheit“, einer mit dem Etikett „Zukunft“ und einer mit „Unsinn“ … 98 % all unserer Gedanken könnten so entsorgt werden und die restlichen 2 % wären erquickend und täten uns gut. Probieren Sie es aus, und stellen Sie es sich mental vor …

Achtsamkeit bedeutet weiterhin, unseren „Autopiloten“ zeitweise auszuschalten. Unser Autopilot ist wichtig und hinderlich zugleich. Wir brauchen ihn, um nicht sämtliche Tätigkeiten unseres Alltags neu überdenken zu müssen, das wäre sehr aufwändig. Allerdings tut es uns gut, manchmal die „Autopilot-off-Taste“ zu drücken … Und nicht nur dann, wenn wir gestresst sind, sondern auch prophylaktisch, um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Bauen Sie Alltagsinseln in jeden Tag ein, wo Sie besonders achtsam sein wollen, mit sich selbst, in Ihrer Arbeit, mit anderen … Wie wäre es mit dem schönen Morgenritual, achtsam und sorgsam zu duschen, sich danach einzucremen und sich und seinen Körper voll und ganz wahrnehmen. Mit seinen Sinnen ganz bei sich zu sein … Beim Bügeln die Aufmerksamkeit auf das Bügeln zu lenken, auf die Tätigkeit ganz alleine und nicht an das zu denken, was dann zu machen wäre, an das Einkaufen, das Putzen und an den Kaffee danach. Denn wenn Sie dann beim Kaffee trinken sind, sind Ihre Gedanken schon wieder in der Zeit nach dem Kaffee, und Sie haben weder etwas vom Duft und Aroma des Kaffees noch von der Entspannung, die das Kaffee- oder Teetrinken bereiten kann. Nein, Ihre Gedanken ziehen Sie schon wieder in die Zukunft, und Sie haben wieder die Chance vertan, im Augenblick voll und ganz da zu sein …

Experiment: Spülen Sie Ihr Geschirr mit der Hand – auch wenn Sie eine Spülmaschine besitzen. Spülen Sie entspannt, mit voller Aufmerksamkeit. Versuchen Sie nicht, möglichst schnell fertig zu werden. Lächeln Sie dabei. Sehen Sie das Geschirrspülen als Teil Ihres Lebens. Sie leben jetzt. Nehmen Sie das Spülen wahr, als ob Sie es zum ersten Mal täten. Betrachten Sie jede Tasse, jeden Teller, jeden Löffel als etwas Besonderes. Nehmen Sie wahr, wie es sich anfühlt, ins warme Wasser zu greifen. Verankern Sie Ihre Aufmerksamkeit mit Hilfe des Atems. Wenn Sie bemerken, dass Sie mit Ihren Gedanken abschweifen, kommen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit zum Atmen und zum Geschirrspülen zurück.

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Zur Achtsamkeit gehören auch das Atmen und die Meditation. Wenn wir durch das Leben hasten, atmen wir meist nur oberflächlich. Das vergrößert den Stress noch mehr. Wenn wir achtsam atmen, achten wir darauf, dass wir in unseren Bauch atmen. Und das ganz bewusst. Wenn Gedanken uns ablenken wollen, lassen wir sie vorbeiziehen wie Wolken am Himmel, oder wir füllen unseren Geist mit schönen wohltuenden Worten wie z. B. „Sternenhimmel“, „Blumenwiese“, „Meeresrauschen“ … Denn wenn unser Geist mit schönen Dingen gefüllt ist, bleibt kein Platz für Sorgen und Grübeleien … Das Atmen kann man wunderbar mit Meditation verbinden. Meditieren ist wach sein, in der Gegenwart sein, beobachten statt zu beurteilen, annehmen, was gerade ist, Geduld entwickeln für das, was sich entfaltet, jeden Augenblick bewusst erleben … Der Atem ist ein starker Anker für die Aufmerksamkeit. Das bewusste Wahrnehmen unseres Atmens führt direkt zum Erleben des gegenwärtigen Augenblicks. Der Geist richtet sich auf den Körper. Beide bilden eine Einheit. Beim Meditieren kontrollieren und verändern wir den Atem nicht, sondern lenken ihn in den Bauchraum und nehmen ihn nur wahr …

Experiment: Setzen Sie sich aufrecht hin, ohne sich dabei zu sehr anzuspannen. Lassen Sie die Schultern locker. Schließen Sie die Augen, und beobachten Sie, wie Ihr Atem ein- und ausströmt. Versuchen Sie, drei Minuten lang bei dieser Wahrnehmung zu bleiben.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Einrichten Ihres neuen, entschleunigten und achtsamen Lebens – Seien Sie einfach da, wo Sie schon sind …

Und hier noch meine ganz persönliche Glücksformel für Sie: Glück = Kopf frei + Herz weit

Nur Gutes, Brigitte Walz

Gänseblümchenpower ist angesagt!

In Entschleunigung, Inspiration, Kreativität on Juni 11, 2012 at 6:04 am

Gänseblümchen müsste man sein.

Das wär einfach herrlich, denk ich mir …

Man weiß genau, wann es Zeit zum Blühen ist – Hochsaison, ganz klar. Da gehts rund auf der Wiese, und die Bienen und Schmetterlinge fliegen einem nur so um die Ohren.
Rasenmäherzeiten gibts auch, da muss man durch und sich rechtzeitig bücken … sonst ists aus mit der Blühzeit, und die nächste Chance gibt es erst im Jahr darauf.

Aber wenn man die Grünbeschneidung überlebt und die Blühsaison geschafft hat, dann – ja, dann beginnt die chillige Ära: Ausruhen, sanft in den Herbst träumen, sich langsam in die Wurzelzeit zurückziehen und das Wachsen nach Innen verlegen. Bis zum Frühjahr, wo man sich dann gestärkt und mit neuen Impulse versehen nach oben streckt und dehnt und neu mit dem Knospen beginnt, ganz erfüllt von den Träumen und Ideen aus der Ruhezeit.

 

Gänseblümchen by www.midesign.at

 

So natürlich, so einfach, erholsam und stärkend.

Gänseblümchen wissen das, tun das und kämen nie auf die Idee, im Herbst nochmal durchzustarten, die Blühsaison auszudehnen, den Winterschlaf zu reduzieren und das Knospen auf Weihnachten zu verlegen. Auch alle anderen Blumen und Pflanzen wissen das und halten sich an ihre Termine. Haben den Zeitpunkt fürs Knospen, Blühen, Reifen, Aussamen und Zurückziehen fix in ihren Timern drin, müssen da nicht mal mehr nachschauen und kämen nie auf die Idee, Termine zu jonglieren oder gar einen ausfallen zu lassen.

Schau ich mir meinen Kalender an … hach ja, ich wollt, ich wär so klug wie ein Gänseblümchen und so konsequent wie ein Löwenzahn. Dann würd ich mir einerseits Tippex und Radiergummi ersparen, mein Kalender sähe nicht aus wie eine laienhafte Radierung, die einen Frontalcrash mit dem Deckweiß aus dem Malkasten hatte, und mir … nun, ich denke mir gings ein wenig geruhsamer, leichter, besser und vor allem: entschleunigter.

Einen Versuch ists allemal wert, Entschleunigung ist angesagt, die Kreativität weiß das zu schätzen, und ich denke, ich geh nun meinen Wald- und Wiesenmagister machen – ob mich das Gänseblümchen wohl unterrichten täte?

Raus aus dem Gehirnwindungswartungsstillstand – rein in die Flowerpower und Abflug zum Entschleunigungshöhenflug mit Wurzelkraft für neue Impulse!

Ich bin dann mal im Grünen und lern was G’scheites. 😉

(mia)